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Unser Wohnmobilstellplatz: Wie alles begann und warum das (fast) jeder machen kann

Unser Wohnmobilstellplatz: Wie alles begann und warum das (fast) jeder machen kann

Wir sind selbst Camper.
Nicht auf der Suche nach Animation, Dauerbespaßung oder Komfort um jeden Preis, sondern nach Ruhe, Natur und einfachen Stellplätzen, an denen man ankommt und sofort merkt: Hier passt es.

Genau aus dieser Haltung heraus ist auch unser Wohnmobilstellplatz entstanden.
Nicht als Business-Idee am Reißbrett, sondern aus eigener Erfahrung.


Beim Campen mit dem Wohnmobil gibt es im Grunde drei Möglichkeiten

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, landet früher oder später immer bei denselben Optionen.
Entweder auf dem klassischen Campingplatz mit viel Infrastruktur und klaren Regeln. Oder beim Freistehen, das romantisch klingt, rechtlich aber oft problematisch ist. Und dann gibt es noch die dritte Variante: private oder semi-private Stellplätze. Ruhig, naturnah, legal und persönlich.

Genau diese dritte Option ist für uns und für viele andere Camper – oft die angenehmste. Genau hier hat bei uns alles angefangen.


Wie es bei uns begonnen hat

Wir haben einen Hof, einen großen Garten und Platz. Irgendwann kam dieser Gedanke ganz beiläufig, ohne großen Plan:

Warum eigentlich nicht selbst einen Stellplatz anbieten?

Kein Campingplatz.
Kein Sanitärgebäude.
Kein Schnickschnack.

Einfach ein ruhiger Platz für ein paar Fahrzeuge. Mehr nicht.


Der Start mit AlpacaCamping

Relativ schnell sind wir auf AlpacaCamping gestoßen bzw. haben die App dazu selbst schon als Camper genutzt.
Und fast immer kommt dieselbe Frage:

„Habt ihr dann auch Alpakas?“ Nein.
Der Name führt ein bisschen in die Irre. AlpacaCamping steht nicht für Tiere, sondern für naturnahe Stellplätze auf privaten Flächen. Genau das, was wir selbst gesucht haben.

Das Konzept hat für uns sofort Sinn gemacht. Klare Regeln, einfache Abwicklung, Fokus auf Ruhe und Natur – ohne Campingplatzlogik. Für uns war das der ideale Einstieg.


Unser persönlicher Lieblingsplatz

Was uns selbst besonders überzeugt hat, sind genau diese Orte, die man ohne solche Plattformen vermutlich nie finden würde. Einer unserer absoluten Lieblingsplätze liegt im Allgäu – ein Stellplatz, den wir selbst über AlpacaCamping entdeckt haben.

Als wir dort ankamen, war dieses Gefühl sofort da: Wow.
Weitblick, Ruhe, Natur. Kein Trubel, kein Nachbar auf Armlänge, kein Campingplatzgefühl. Einfach stehen, rausgehen, schauen.

Solche Erlebnisse haben uns noch einmal bestätigt, wie wertvoll private Stellplätze sind. Nicht perfekt inszeniert, sondern echt. Und genau dieses Gefühl wollten wir auch bei uns ermöglichen.


Warum wir es gemacht haben

Nicht primär wegen des Geldes. Sondern weil wir unsere Flächen sinnvoll nutzen wollten. Weil wir aus eigener Erfahrung wissen, was Camper suchen und weil wir Begegnungen mögen, die sich ganz nebenbei ergeben.

Der Wohnmobilstellplatz ist für uns heute eine sinnvolle Ergänzung zu dem, was wir ohnehin machen und gleichzeitig ein Angebot, das Camper sehr zu schätzen wissen.


Warum die Lage eine große Rolle spielt

Ein weiterer wichtiger Punkt ist unsere Lage.
Durch die Nähe zur Autobahnauffahrt A3/A7 ist unser Stellplatz gut erreichbar – besonders für Durchreisende, die einen ruhigen Zwischenstopp suchen.

Dadurch kommen viele auswärtige Gäste zu uns, die nicht nur übernachten, sondern auch in Kitzingen konsumieren. Sie gehen in den Hofladen, besuchen Restaurants und Cafés oder erledigen Einkäufe in der Stadt.

So entsteht ganz nebenbei regionale Wertschöpfung – ohne neue Flächen zu versiegeln und ohne klassischen Campingplatzbetrieb. Ein einfacher Stellplatz kann also mehr bewirken, als man auf den ersten Blick denkt.


Das Wichtigste: Das kann (fast) jeder machen

Viele sind überrascht, wie niedrig die Hürden eigentlich sind.
Man braucht keinen Campingplatz. Keine große Investition. Und in vielen Fällen nicht einmal ein Gewerbe.

Wer eine Wiese, einen Acker oder eine freie Fläche hat, kann grundsätzlich darüber nachdenken, Wohnmobilstellplätze anzubieten.


Kurz zur rechtlichen Seite (vereinfacht dargestellt)

In Bayern – und ähnlich auch in vielen anderen Bundesländern – gilt:
Bis zu drei Wohnmobilstellplätze können in der Regel ohne Gewerbeanmeldung betrieben werden, sofern keine dauerhaft errichtete Infrastruktur entsteht. Also keine Sanitärgebäude, keine festen Bauten, keine Parzellierung wie auf einem Campingplatz. Oft wird das als untergeordnete Nutzung eingestuft.
Natürlich ersetzt das keine individuelle Rücksprache mit Gemeinde oder Landratsamt, aber die Hürden sind deutlich niedriger, als viele denken.


Warum solche Stellplätze Zukunft haben

Immer mehr Camper suchen Ruhe statt Animation, Natur statt Reihenstellplatz und persönliche Gastgeber statt anonymer Plätze. Genau hier liegt die Stärke privater Stellplätze.

Sie sind flexibel, persönlich und fügen sich gut in bestehende Strukturen ein – für Gäste genauso wie für Gastgeber.


Unser Fazit

Unser Wohnmobilstellplatz ist nicht aus einer Business-Idee entstanden, sondern aus dem eigenen Camper-Alltag.
Man muss kein Großinvestor sein.
Man braucht keinen Campingplatz.
Oft braucht es nur Platz, Offenheit und den Mut, anzufangen.

Wenn du selbst Fläche hast und schon öfter darüber nachgedacht hast, einen Stellplatz anzubieten:
Vielleicht ist jetzt der richtige Moment.

 

Manchmal entsteht etwas Gutes genau daraus, dass man selbst Nutzer ist und einfach beginnt.

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