Zukunftsfenster: Gemeinsam mit dem Stadtmarketing-Verein Kitzingen e.V. gegen Leerstand in der Stadt
Leerstehende Schaufenster sind in vielen Innenstädten ein vertrautes, aber unerfreuliches Bild – auch in Kitzingen. Der Strukturwandel im Einzelhandel, verändertes Konsumverhalten und der anhaltende Boom des Onlinehandels setzen klassischen Geschäftsmodellen zunehmend zu. Die Folge: leere Geschäfte, weniger Laufkundschaft und ein spürbarer Verlust an städtischer Lebendigkeit.
Mit dem Konzept zukunftsfenster.org möchte ich diesem Trend etwas entgegensetzen. Die Idee: Leerstand soll nicht länger einfach hingenommen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes „mit Zukunft gefüllt“ werden. Statt trister Auslagen zeigen fotorealistische Visualisierungen, welche neuen Nutzungen in den Räumen möglich wären – von Cafés über Ateliers bis hin zu innovativen Geschäftsideen. Ziel ist es, Neugier zu wecken und Potenzial sichtbar zu machen.
Kooperation mit dem Stadtmarketing-Verein Kitzingen e.V.
Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Ich habe das Konzept dem Stadtmarketing-Verein Kitzingen e.V. vorgestellt – mit durchweg positiver Resonanz. Besonders erfreulich ist die Unterstützung durch den geschäftsführenden Vorstand Frank Gimperlein, der das Projekt aktiv begleiten wird und gemeinsam mit mir weiter entwickeln wird. Der Verein hat zugesagt, die Pilotphase organisatorisch und finanziell zu unterstützen und die Kosten für die erste Visualisierung zu übernehmen.
Damit wird aus einer Idee ein konkretes Vorhaben: In einem ersten Schritt entsteht eine Pilotbeklebung an einer leerstehenden Immobilie. Diese Testphase soll zeigen, wie das Konzept in der Praxis wirkt und wie es von Bürgerinnen und Bürgern, Eigentümern sowie potenziellen Gründerinnen und Gründern wahrgenommen wird.
Ein Impuls für die Innenstadt
Wenn die Pilotphase positiv aufgenommen wird, soll das Projekt schrittweise ausgebaut werden – zunächst im Altstadtdreieck und den angrenzenden Seitenstraßen, wo sich viele Leerstände konzentrieren. So soll sich nach und nach ein neues Stadtbild entwickeln, in dem Schaufenster wieder Perspektiven zeigen statt Leere.
Der Ansatz ist bewusst niedrigschwellig, aber wirkungsvoll: Wer durch eine Straße geht, in der Zukunft sichtbar wird, beginnt anders über sie nachzudenken. Neue Nutzungsideen können Mut machen – für Gründerinnen und Gründer, Eigentümer und nicht zuletzt für die ganze Stadtgemeinschaft.
Gemeinsam für mehr Bewegung in Kitzingen
Das Projekt richtet sich auch gezielt auch an Immobilieneigentümer. Dauerhafter Leerstand hinterlässt nicht nur optische Spuren, sondern bedeutet auch wirtschaftlich ungenutzte Möglichkeiten. Der Gedanke: Wer sieht, welches Potenzial in seiner Immobilie steckt, ist eher bereit, neue Wege zu gehen – sei es durch Umnutzung, Kooperation oder Neuvermietung.
Natürlich kann das Zukunftsfenster nicht alle strukturellen Probleme lösen. Doch es kann ein sichtbarer Startpunkt sein – ein Impuls, um Bewegung in die Innenstadt zu bringen.
Gemeinsam mit dem Stadtmarketingverein möchte ich diesen Weg Schritt für Schritt gestalten. Denn letztlich geht es um eine zentrale Frage: Wie schaffen wir es, dass sich wieder mehr Menschen trauen, in unserer Stadt etwas aufzubauen?
Das Zukunftsfenster soll dafür der erste sichtbare Anstoß sein: Mitten in Kitzingen.


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